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Hyperaktive Kinder: Was bedeutet multimodales Therapiekonzept bei ADHS?

Was versteht man unter dem multimodalen Therapiekonzept bei Kindern mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung)? Aus der "Experten-Sprechstunde Kinderkrankheiten"


Kinder – auch solche mit ADHS – können vielfältig gefördert werden

Das „multimodale Therapiekonzept“ des ADHS besteht aus der Kombination von verschiedenen Therapieformen: Eltern-Kind-Beratung, psychotherapeutische Maßnahmen (Verhaltenstherapie) und gegebenenfalls Anwendung von Medikamenten.

Dabei unterscheidet man zwischen obligaten Therapiemaßnahmen, die in jedem Fall notwendig sind, wie Aufklärung, Anleitung des Kindes, der Eltern und des Umfeldes, sowie fakultativen Behandlungswegen, die nur in bestimmten Fällen erforderlich sind. Zu letzteren gehören der Einsatz von Medikamenten, aber auch Methoden wie Familientherapie, Einzelpsychotherapie, Aufmerksamkeitstraining, soziales Kompetenztraining.

Außerdem müssen auch Begleitprobleme wie beispielsweise Depressionen oder Entwicklungsstörungen behandelt werden.

Drittes wesentliches Merkmal des multimodalen Therapieansatzes ist die enge Zusammenarbeit zwischen Fachärzten, Psychologen, Eltern, Lehrern und Erziehern.

In manchen Behandlungszentren wird auch das Neurofeedback in der Therapie des ADHS erfolgreich eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein direktes Gehirnwellentraining, auch EEG-Biofeedback genannt. Durch den Trainingsprozess lernt das Gehirn, kontrollierter und stabiler zu funktionieren. Konzentration und emotionale Stabilität der Betroffenen werden dabei direkt gefördert.



Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt,
ehem. Direktor des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München

Die Experten aus der "Sprechstunde Kinderkrankheiten" beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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www.baby-und-familie.de; 19.11.2008, aktualisiert am 05.09.2011
Bildnachweis: W&B/Christine Schneider

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